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Mennonitische Weltkonferenz in Augsburg

    • Mennonitische Weltkonferenz in Augsburg

      Dazu gibt es einen zusammenfassenden Bericht:
      mennoworld.org/2017/03/06/news…ce-considers-name-change/

      Drei Mitglieder wurden wegen Inaktivität gestrichen: Australia Conference of Evangelical Mennonites, Convención de Iglesias Evangélicas Menonitas del Noreste de México und die British Conference of Mennonites. (Kann jemand sagen, wie wichtig diese Grupen in ihren Ländern sind?)
      Neu aufgenommen wurden als Vollmitglieder: Gruppen aus Thailand, Brasilien und Puerto Rico; als assoziierte Mitglieder (wegen ihrer Kleinheit) Gruppen aus Uganda, Portugal und die Mennonitische Freikirche Österreich.


      Es gibt offenbar ein Institute for the Study of Global Anabaptism und das präsentierte seine Studie "Global Anabaptist Profile: Belief and Practice in 24 Mennonite World Conference Churches", die in verschiedene Sprachen übersetzt werden soll.


      Cesar Garcias Vertrag als Generalsekretär der Konferenz wurde bis 2024 verlängert. Die Konferenez engagierte damit eine "eierlegende Wollmilchsau", wie es - bewusst nach der deutschen Redewendung - genannt wurde.


      Die Konferenz erwägt sich umzubenennen. Anstelle "mennonitisch" könnte "anabaptistisch" treten (besonders die Brethren in Christ haben Probleme ihren Mitgliedern zu erklären, was sie auf einer mennonitischen Konferenz wollen). Und anstelle "conference" könnte "communion" treten. Das ist in den angelsächsischen Ländern ein gebräuchlicher Ausdruck für "Kirche". Man hat allerdings gehört, dass in manchen anderen Ländern "Kommunion" das Abendmahl bezeichnet und ist dadurch etwas verunsichert.

      Kommentar zum letzten Punkt: Wahrscheinlich würde "communion" in Deutschland als "community" interpretiert und mit "(Welt)gemeinschaft" übersetzt; das ist also kein Problem. Aber will man sich inhaltlich dem Kirchenbegriff der Großkirchen gleichstellen? Ich finde es vorbildlich, wie die Quäker ihre Organisationen als bloße regelmäßige Treffen ("meetings") bezeichnen und damit betont nüchtern auf den sachlich-organisatorischen Kern zurückführen, ohne das Ganze zu "sakralisieren" und als äußere Gestalt der unsichtbaren Kirche darzustellen. Die Mennoniten bewegen sich hier von den Quäkern weg und auf die Großkirchen zu.