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Deklaration gegen die Todesstrafe - Anwendungsfall

    • Deklaration gegen die Todesstrafe - Anwendungsfall

      Nicht ganz off topic, ich fand den Verweis bei mennodiscuss:

      In den USA war es anscheinend in den 1990er Jahren in Gebrauch, eine "Declaration of Life" zu unterzeichnen. Der Unterzeichner erklärte, er wolle, dass sein evtl. Mörder nicht hingerichtet wird. Jetzt haben wir den ersten Anwendungsfall: Father Rene Robert wurde 2016 ermordet und die Deklaration wird in den Prozess gegen seinen Mörder eingebracht.
      news10.com/2017/02/01/father-r…o-not-seek-death-penalty/

      Ich habe immer gefunden, dass wir eine ähnliche Erklärung auf unsere Verhältnisse übertragen auch brauchen. Sozusagen: "Ich erkläre, dass ich nicht wünsche, dass meinem Mörder um meinetwillen irgendein Schaden zugefügt wird. Im übrigen muss ich dem Staat überlassen, was er zum Schutz dritter Personen für nötig hält."
      Damit würde zumindest der unerträgliche Journalismus unterbunden, der ständig von "Gerechtigkeit für die Opfer" und "Sühne" faselt.
      Im übrigen sehe ich in so einer Erklärung keinen irgendwie heroischen Verzicht. Wir haben sowieso darauf verzichtet, unsere Interessen in dieser Welt durchzusetzen, um statt dessen die Freuden jener Welt zu erwarten. Also stellen wir nur etwas klar, was sowieso gegeben ist.
      Ob man so eine Deklaration auch hier in Gang kriegen könnte?