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Es war kein Mangel unter ihnen - Nachdenken über Wirtschaft und Gerechtigkeit (Freitag, 25. November 2016 - Sonntag, 27. November 2016)

    Termin
    • Es war kein Mangel unter ihnen - Nachdenken über Wirtschaft und Gerechtigkeit (Freitag, 25. November 2016 - Sonntag, 27. November 2016)

      Deutsches Mennonitisches Friedenskomitee und Church and Peace

      "Es war kein Mangel unter ihnen"
      Nachdenken über Wirtschaft und Gerechtigkeit

      Hinter den Schlagzeilen von Flüchtlingsbewegungen, Terrorismus und Krieg verstecken sich die Ursachen. Selten werden die Motive und Gründe für Gewalt und Flucht beim Namen genannt: Es ist das große Problem der Verteilungsgerechtigkeit.
      Unsere Wirtschaftsordnung, oft mit dem Begriff der Globalisierung gekennzeichnet, ist ein zentrales Problem unserer Zeit. Wir müssen genauer hinschauen, um die Zusammenhänge zwischen unserem Wohlstand und den weltbewegenden Krisen zu erkennen.
      Und wir sehen: Es bewegt sich etwas! Neue wirtschaftliche Modelle werden in die Praxis umgesetzt. Lokale Gemeinschaften organisieren sich nach gerechten Prinzipien, die wir auch in den biblischen Schriften finden. Als Friedensgruppen, -organisationen und -gemeinden wollen wir uns auf dieser Tagung mit dem Thema Wirtschaft und Gerechtigkeit beschäftigen: kritische Fragen über unseren Lebenswandel stellen und Ideen austauschen, um uns gegenseitig zu ermutigen und neue Möglichkeiten für eine gerechtere und vorsorgliche Wirtschaft zu erproben.

      Referenten
      Deutsches Mennonitisches Friedenskomitee und Church and Peace


      Leitung

      Prof. Dr. Adelheid Biesecker und
      Dr. Anthony Gwyther



      Tagungsort

      Tagungsstätte Thomashof, Karlsruhe
    • Zu dem abgenutzten Begriff:
      "Selten werden die Motive und Gründe für Gewalt und Flucht beim Namen genannt: Es ist das große Problem der Verteilungsgerechtigkeit."

      Hier haben wir wieder mal eine Behauptung "selten wird genannt" und gleichzeitig wird die Antwort (Problem der Verteilungsgerechtigkeit) allwissend nachgeschoben...
      Nun, so einfach ist es nicht....
      1. gibt es bei uns genug Menschen, denen man zwar im Weltvergleich vorwerfen könnte, sie seien wohlständig, aber dies bringt nichts und ist unwahr, weil man nicht alles vergleichen kann. Verglichen mit unserem Leben hier und den Bedingungen unseres Lebens gibt es andere Kostenfaktoren usw....Hartz-IV, Aufstocker, prekäre Arbeitsverhältnisse usw... sind der schnellste Hinweis, nicht jeder lebt hier im Wohlstand.... Ich zweifle doch sehr an, dass ein Prof. und Dr. im Hochschulbetrieb diese Kehrseite sehen wollen...oder selbst erlebt haben in irgendeiner Weise....Es ist also auch schon eine Beleidigung denjenigen gegenüber, deren fleißige Arbeit nicht mehr dafür reicht, in Deutschland damit über die Runden zu kommen, wenn man von Wohlstand unsererseits spricht..
      Man müsste also, genau definieren, was Wohlstand sei.....und dann bliebe es bei: Essen,Wohnen, Wärme...und selbst darum müssen hierzulande Leute kämpfen: die Tafeln bieten Essen an Bedürftige, Bahnhofsmissionen schenken Suppe aus, manche sparen extrem an der Heizung usw..

      2. Alles ist nur Verteilungsgerechtigkeitsproblematik???...bisschen billig und abgedroschen das Argument mittlerweile.
      Es gibt Kulturen,die sind technisch, kulturell mit ihrer mangelnden Vielfalt usw. stehen geblieben und ihre religiösen Prägungen fördern dies sogar noch, so dass das Problem der Armut hausgemacht ist....durch Übervölkerung, Wachstum, aber dem Nichteinhergehen mit Fortschritt im Produktionsprozess usw.. Vor allem islamische Gesellschaften kennzeichnet dies...ein Stehenbleiben...die Zahl der wissenschaftliche Erträge ist so gering..obwohl das Ölgeld in einigen Staaten fließt...Fortschritt und das Arbeiten an Problemen bedingen die Wurzel des Stillstandes, und wenn es eine ideologische Positionierung religiöser Art ist, die sich nicht ändern darf und kritisiert werden darf, kritisch zu beäugen... und auch änderungswillig zu sein., nicht nur zu adaptieren, was andere erfunden haben.

      3. Einige ehemalige Kolonialländer sind durch eigene Korruption in eine solche Misswirtschaft geraten, dass dieses Problem eher darin liegt, welche Strukturen dort herrschten, herrschen und sich immer wieder durchsetzen...Eine solche Entwicklung zeichnet sich gerade in Südafrika ebenso ab und es wird sich zeigen, inwieweit dort bisherige wohlstandsfördernde Strukturen Bestand haben oder inwieweit das System der Vetternwirtschaft vollends zum Niedergang wirtschaftlicher Bereiche und des Wohlstandes führt. Sich an Gesetze zu halten, Regeln einzuhalten, keine Bevorzugung irgendwelcher Verwandter zuzulassen, usw..ist kein Problem, welches wir verursachten, sondern dort hausgemacht existiert.. dieses existiert ja auch hier in gemilderter Form, man denke nur an die Möglichkeit SPD-Politiker zu einem Essen einzuladen..was sich sicherlich sehr selbstlos geschieht (Ironie). Korruption ist in vielen Bereichen der Welt so natuerlich, dass auch jedes Vorankommen daran scheitert und es zwar Beschwerden gibt, aber jeder dort, falls selbst die Hebel der Macht innehabend, genauso reagiert....Man schmiert den Polizisten, der zu wenig verdient oder merkt, was er bekommen kann, und wegschaut bei Umweltsünden..und prompt ist eine Wasserquelle verseucht usw.. usw..

      4. Asiatische Wirtschaften, eher ostasiatisch, haben durch eine vehemente Arbeitsmoral, Fleiß und Offenheit dagegen es zu Wohlstand gebracht, dazwischen liegen die Brachländer, religiös geprägt durch.....man schaue selbst... Jene ostasiatischen Länder waren auch früher erbittert arm...

      5. Auch kulturelle Prägungen bewirken, dass sich Einwanderer in vielen Volkswirtschaften behaupten oder eben, aus anderen Kontext lethargisch agieren....Hierüber gibt es merkliche Studien, die z.B. den schnellen Aufstieg der auch durch Rassismus (wie es die leichte Doktrin lehrt, eigentlich vom Vorankommen gehinderten,) diskriminierten Asiaten aus Fernost in Amerika usw. zeichnet. Dabei hilft vielleicht sogar deren eigener Dünkel, voranzukommen....sie überholen sogar in zwei Generationen trotz merklichen Fremdseins und erlebten Rassismusses(welches leicht als Ausrede genommen wird, es beständen keine Chancen) Schwarze usw...Kurz gesagt: Es liegt oft eher an Menschen selbst, welche Arbeitsmoral sie haben, welche Prägungen sie voranbringen, welche hindern...Fatalismus ist z.B. ein Hindernis..

      6. Völlig außer Acht scheint mir, es anzuerkennen, dass ein hohes Maß an Egoismus beim Menschen herrscht, dasjenige haben zu wollen, was andere durch Fleiß errungen haben...Leichtens ist es dann, den Ausgebeuteten zu spielen, um seine Ziele zu erreichen (aus dieser Teilberechtigung hat sich auch der Kommunismus gespeist...nur es gibt auch die Möglichkeit des Wohlstandes ohne Ausbeutung, das wird verkannt)...also jedesmal von Flucht vor Ausbeutung zu sprechen, halte ich gerade als absurd....es ist auch das Wollen, etwas vom Fleiße andere abzuhaben...und nicht ein Streben nach Gerechtigkeit, weil man so leiden musste..
      Im Übrigen müsste zwischen Flucht und Asylbetrügerei unterschieden werden....zuerst sind es Asylbewerber und keine Flüchtlinge, wenn ihr Begehren positiv beschieden wurde, haben sie einen Fluchtgrund, dann sind sie Flüchtlinge, anerkannt, ansonsten ist es Betrug mit einer Behauptung, die nicht stimmt, also Asylmissbrauch..Heute ist anscheinend jeder Flüchtling..nur vor was denn?
      Wovor fluechtet denn derjenige, der nicht wirklich verfolgt ist und hier sich gebärdet in sonderlich widerlicher Weise? Nur, weil man nicht so "reich" zu sein mag, wie Europäer, ist dies kein Fluchtgrund....und sich Einlass zu erzwingen, ansonsten könnte man dies auch von jedermann akzeptieren, der aus ärmeren Wohngebieten ein Begehren hat mal in den Stadtvillen an der Elbchaussee oder sonstigen Edelquartieren Deutschlands zu wohnen...Nur weil man nicht so viel hat, wie der Nachbarn, fern oder nah, ist dies kein Fluchtgrund...
      Hungernde usw.. erreichen leider sowieso nicht das Ziel tausende Kilometer entfernt, das entzieht sich der Logik...und mit neuestem Handy als arm sich zu bezeichnen halte ich für absurd....

      Es gaebe noch viel mehr.....aber so billig mit "alles nur Verteilungsgerechtigkeit" zu kommen, ist wirklich zu einfach... wer wirklich etwas lösen will, der muss auch selbst jene Gesellschaften kritisch beäugen und nicht nur denken, wir haetten Schuld....Im Übrigen wer denn von uns? Wer ist schuldig?
    • Zum anderen Punkt: "Und wir sehen: Es bewegt sich etwas! Neue wirtschaftliche Modelle werden in die Praxis umgesetzt.
      (--> Welche denn, die es nicht schon frueher als Versuche gab?????)
      Lokale Gemeinschaften organisieren sich nach gerechten Prinzipien, die wir auch in den biblischen Schriften finden.
      (--> Welche denn, alles gemeinschaftlich zu haben oder was soll speziell biblisches Wirtschaften sein???)

      Als Friedensgruppen, -organisationen und -gemeinden
      (klingt als ob die 1980er Jahre aus der Schublade hervorgeholt wurden..und dann demonstriert man und wirft Steine auf Polizisten letztlich als Friedensgruppe....der Begriff "Friedens--+irgendwas mit Gruppe"..hat sich selbst ausgehöhlt durch linkslastige Terroristennähe....Gewalt wurde dann immer zu schnell doch erlaubt, wenn es gegen die Konservativen ging...also Frieden nur, solange man ihre Meinungen teilte, ansonsten durfte man verletzen(war ja Klassenfeind)....Und auf Mennonitentum bezogen: Dieser Bezug auf Friedlichkeit ist also der Rest der mennonitischen Lehren?....In Menno Simons Schriften steht etwas von Bann und Meidung, Erwachsenentaufe, Abgewandtheit zur Welt, usw..es ist mennonitisch eine generelle Gesetzlichkeitsneigung zu sehen....all dies wurde liberalseits abgeworfen, also originär Mennonitisches wie Gemeindezucht und ersetzt durch das alleine Merkmal: wir sind die Friedenskirche...Also, wenn das Mennonitentum sein soll, dann reicht auch ein Club, Verein ohne religiöse Prägung...Die Sichtweise allerdings hier passt gut zum gebauten Bild des Jesus als Sozialromantikers, der keine strengen Worte richtet....und alle lieb hat...Kirche lebt nicht dadurch, dass sie allen lieb sein will, sie muss auch anecken und etwas von den Gliedern verlangen, sei es, dass jene austreten, aber wer tritt dann aus.......Anecken ist nicht zuallererst, in einer Demokratie gegen den Staat zu wettern und sich auf Themen einzulassen, wie sowieso im Alltag Mode geworden sind, sondern auch von den Gliedern bibelnahes Verhalten einzufordern...was soll denn sonst eine Kirche, wenn nicht mal die Gläubigen ermahnt werden, sich an die Regeln ihrer Schriften zu halten..und man nur Geplaudergruppe spielt.)

      wollen wir uns auf dieser Tagung mit dem Thema Wirtschaft und Gerechtigkeit beschäftigen: kritische Fragen über unseren Lebenswandel stellen
      (--> und dann? Wir sind alle schlecht, und nun? Jutesack statt Plastiktuete..also die alte Leier?)

      und Ideen austauschen, um uns gegenseitig zu ermutigen und neue Möglichkeiten für eine gerechtere und vorsorgliche Wirtschaft zu erproben.
      (--> Letzteres zweifele ich sehr an...vorsorgliche Wirtschaft...also, was soll das heißen? Dr. und Prof. graben im Garten und ernten und kochen ein? Selbstversorger oder ist es ein: Wir gehen mal in den Schrebergarten und spielen Öko..und sind dann schnell wieder daheim und wollen das Neueste vom Neuen haben, fahren natuerlich mit Auto zur Uni und vom und zum Schrebergarten..und wer wird dann den Vorteil von der gerechteren Wirtschaft haben und wer wird dann Nachteile auf sich nehmen, von seinem Wohlstand, den es ja anscheinend bei allen gibt(siehe oben, meinen Zweifel)... abgeben..Wird der Hochschullehrer auf einen Teil seines immensen Gehaltes verzichten und schon hier den Fensterputzer helfen, besser zu leben oder sind es die Projekte, die möglichst in der Ferne zu lösen sind..aber ja nicht zu nahe....z.B. den Mindestlohn(mindest ist die unterste Grenze, also moralisch müsste es höher sein), soll den die studentische Hilfskraft auch bekommen? Oder die Kantinenhilfe in der Uni, oder ist deren Arbeit nicht so viel wert wie die eigene....

      Ich halte das oben alles für Geschwafel.....Ich glaube weder, jene, die reden, geben wirklich etwas ab von dem, was sie haben(sie meinen, sie seien gerecht bezahlt), noch, dass jene vorsorglich wirklich wirtschaften wollen(dafür müsste man sich letztlich die Hände dreckig machen...und im Schweiße seines Angesicht mal arbeiten)..Es ist wohl eher die Kompensierung eines anderzogenen schlechten Gewissens, ohne nachzufragen, ob es so sein müsste und die Instrumentalisierung von Maßnahmen, um sich wieder besser zu führen (Wir haben mal drüber geredet...also wieder alles paletti)

      Das Flugblatt der Veranstaltung sagt schon viel: versoehnungsbund.de/sites/defa…les/2016-herbsttagung.pdf
      Darin steht ein thematischer Vortrag: Eigentum ist Diebstahl...und gleichzeitig kassiert man für die Übernachtung weit überhöht und behält das Geld..wieso nicht frei übernachten? 155.- Euro für ein Einzelzimmer,. eine gute Gewinnspanne!

      Nun, dass Eigentum dann Diebstahl sein soll, passt somit gut zusammen, wenn man einen Referenten einlud, der zu der Basisgemeinde Wulfshagenerhuetten gehört..ach was sind wir schlimm, die wir noch im Eigentum für uns leben und nicht mit einer ideologisch definierten Gruppe teilen (siehe z.B. Homepage: Stichwort: Brokdorf Mahnwache!....also muss man gegen Atomkraft sein?? Man muss, wenn man in Wulfshagenerhütten lebt???) ..
      George Orwell hat die Entwicklungsgefahr in solchen ideologischen Gruppen gezeigt in "Farm der Tiere"..Längerfristig sind manche dann eben gleicher als gleich und bekommen mehr als das Nötige... Normales Eigentum ist z.B. auch Verpflichtung, es treibt auch Volkswirtschaften voran und ermöglich Fortschritt....Kein Zusammenleben ist ein Allheilmittel, in jeder Art muss man Machtmissbrauch entgegenwirken..., genauso wie es die Eindämmung allen wirtschaftlichen Handelns sein sollte, aber dazu braucht man keinen Kommunismus mehr...

      Der Vortrag von Anthony Gwyther kann unter lebensgemeinschaft.basisgemein…thomashof_-_vortrag_0.pdf heruntergeladen werden. Darin finden sich wieder diese Veratzstücke restkommunistischer Doktrin, wer momentan herrschen solle usw..: "Wenn wir heute die Offenbarung lesen, ist das römische Imperium nicht mehr da. Wir bewohnen aber ein anderes Imperium. Ein Imperium, in dem das wirtschaftliche System des Kapitalismus das herrschende kulturelle System geworden ist:"....Das wirtschaftliche System des Kapitalismus....typisch kommunistische Sprache, ...schon zu des Römers Zeiten gab es Geldströme, Handel und Wandel dieser Art, weniger Sozialstaat als heute, aber auch schon Brot und Spiele.....also gab es damals schon Kapital gebundene Wirtschaftsweise, nur benannte sie niemand, es war normal und wurde nicht als das Böse unter den Bösen gekennzeichnet, wie es der Kommunismus tut...
      Und dann versucht sich der Autor neben Kritik an der bisherigen Offenbarungs-Betrachtung, an einer neuen ihm genehmen Deutung und Auslegung...teilweise in haarsträubender Weise mit dem Bibeltext umgehend, so z.B. zeichnend, wie das Neue Jerusalems sichtbar sein kann...natürlich durch nachhaltigen Anbau (als ob die Bibel in dieser Hinsicht etwas sagt..Umweltschutz in der Bibel.-...also eine stark eisegetisch geprägte Deutung)..Babylon, das Gegenbeispiel natürlich dann durch Zesrtörung der Grundladen des Lebens..(das muss man erstmal aus der Ofb. herauslesen können!)...

      Ich weiß im Übrigen nicht, was eine Freikirche, die an Gott glauben sollte (hoffentlich tut sie dies, oder ist er auch schon eine Frau geworden, damit bigender?), mit einer emeritierten Professorin zu tun haben sollte, die mal Mitglied im Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) war, (siehe Wikipedia) und heute nicht mehr so radikal sein soll (nun wer es glaubt, mag dem Alter geschuldet sein), die Themen wie "Feministische Ökonomie" betrieb usw....Das waren und sind handlungsleere Laberthemen, da wurde nur theoretisiert und nichts wirklich Wichtiges beigetragen....Und dieses Labern wurde noch gut bezahlt..Andere verdienten weniger, durften sich aber anhören, sie würden vertreten werden durch die besser Bezahlten, die genau wüssten,was die schlechter Bezahlten bräuchten und welche Sorgen sie hätten....die Arroganz der Intelligenz..also Feministische Ökonomie....ich kann mir nicht vorstellen, dass es dort ein gesellschaftliches Bedürfnis gab..oder eingefordert wurde...da wurde Hobbyideologie zum Forschungsthema gemacht..ähnlich wie Gender Mainstreaming als fruchtlose Geldverschwenderei...Vieles an Geldproblemem in unserem Lande könnte man auch lösen, indem man nicht alles staatlich alimentiert, was man erforschen kann..es muss auch etwas bringen und nicht Selbstzweck der Lebensfinanzierung sein.
      Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, die Freiheit in der Diskussion war an diesen Vorträgen hierbei schon eingeeingt durch eine linkslastige Pseudofreiheit, wobei man kommunistennahe ideologische Grundpositionen nicht mal angehen will(siehe z.B. ob man auch ohne Ausbeutung reich werden kann oder Eigentum nicht nur schlecht sei..)....Ich weiß allerdings auch nicht, was Mennoniten damit zu tun haben müssen...besonders mit einer linken Seite, die Religion doch als Opium des Volkes sehen müsste.....

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Plattdeutscher ()

    • Hallo Plattdeutscher,
      Dein Unmut ist mir sehr verständlich (wenn man die alten Sachen immer wieder neu aufgetischt bekommt, kann man auch mal ausflippen!). Ich hab mich in der inhaltlichen Richtung ziemlich ähnlich geäußert, im Forum des Versöhnungsbunds, allerdings kaltblütig und geduldig.
      Vielen Dank für den Hinweis auf den Gwyther-Vortrag. Und dass Frau Biesecker im KBW war, wusste ich auch nicht.
      Es gibt im Täufertum ja tatsächlich alternative Wirtschaftsweisen, ansatzweise bei den Amish und sehr deutlich bei den Hutterern. Die finanzieren sich ja wirklich durch Eigenkapital, sind also auf fremde Kapitalisten nicht angewiesen. Das Eigenkapital erwirtschaften sie allerdings durch eine sehr bescheidene Lebensführung, und die wird dadurch erträglich, dass sie die Welt als bloßes Durchgangsstadium und Jammertal ansehen - von Gwythers Versprechen einer Welt-immanenten goldenen Zukunft des allgemeinen Überflusses ist da nix zu sehen.
      Ich finde auch so alternative Experimente gar nicht schlecht; man kann immer daraus lernen - wenn man sie ernsthaft ökonomisch durchdenkt. Dann sieht man natürlich, dass die sozialistischen Länder bei der Verteilerei vielleicht ganz gut waren, aber die Produktionsseite nicht in den Griff kriegten (zu viel Bürokratie, zuwenig Anreize für technische Weiterentwicklung). Da frage ich mich wirklich auch: wie kann jemand heute immer noch glauben, das einzige Problem sei die "Verteilungsgerechtigkeit".
    • Ich hab mir eben das Wirtschaftsmodell der Wulfshagenerhüttener angeguckt. Sie haben das ja von den Bruderhöfern übernommen (also auch aus der Täuferbewegung). Und letztlich ist das einfach ein mittelständischer Betrieb, der eine Marktnische entdeckt hat und beackert. Mit allen normalen Problemen, die so ein mittelständischer Betrieb hat und über deren Lösung man gerne mehr erführe. Wie halten sie's mit der Konkurrenz - hat man sich den Markt säuberlich aufgeteilt? Wie reagieren sie, wenn die Kunden (Kindergärten u.ä.) kürzertreten müssen? Usw.: hat schon interessante Facetten, aber mir ist verdächtig, dass man sich für diese realökonomischen Fragen gar nicht interessiert.
      Vergessen wir nicht: die Bruderhöfer haben immer davon gelebt, solche Marktnischen in sozialen Bereichen zu bewirtschaften, die es nur in hochindustrialisierten Ländern gibt. Als sie nach Paraguay gingen, sind sie grandios auf dem Bauch gelandet.
    • Danke Stogumber,

      gerade bei den (neuhutterischen, arnoldschen) Bruderhöfern ist etwas interessant: Sie haben sich zu einer totalitär geführten Gruppe entwickelt, die ein klares Führungsgremium in unkritisierbarer Hand innehat, es bleibt in der Hand der Nachkommen der Gründer. Das wurde auch versucht bei den hutterischen Schmiedeleit durchzusetzen, nebst anderen Entwicklungen, und so führte dieser Kontakt zu deren Spaltung und zum Ende der Verbindungen. Die hutterische, also althutterische gemeindeweise Führung mit Einfluss der Laien wurde versucht in eine Hand zu bündeln, solche Entwickungen hatten die Bruderhöfer schon hinter sich und drängten dies auf die Schmiedeleut auszuweiten...Das fand Gehör bei einem Vorsteher, Kleinsasser war sein Name meines Wissens, müsste nachlesen...sie, die Bruderhöfer gelten als Sekte mittlerweile..Es gibt diverse kritische Literatur darueber.
      So wurde z.B. der Michaelshof angeblich im Westerwald geschlossen, wegen der feindlichen Umgebung....so die Außennachricht, ich glaube allerdings, weil die internen Strukturen doch wohl eher Kritik hervorriefen, bekannt wurden und man mal wieder finanziell nicht so gut wirtschaftete. Seinerzeit waren sie auch telegen oft im Fernsehen präsent, mit Hutterertracht. Heute gibt es auch wieder Bruderhöfe hier.
      Zukunftsmodelle für eine Gesellschaft sind sie nicht, gerade dieses Nischendasein in wirtschaftlicher Hinsicht ist abhängig von dem, was der Staat einnimmt und ausgibt(also andere letztlich eingezahlt haben, auch die bösen bösen anderen Wirtschaftsbetriebe), trägt aber nicht zur Förderung des Wohlstandes in gesamtwirtschaftlicher Hinsicht bei oder ist an sich gesellschaftlich innovativ, z.B. Neuerfindungen...sie sind weder vorsorglich, weder arbeiten sie mit der Hände Arbeit an ihren Lebensmitteln(also anders als das ursprüngliche Zisterzienserwesen im Katholizismus, welches dieses als Grundlage verlangte.mit Hilfe der eigenen Hände sein Brot anbauen...) und nehmen Partei für seltsame Personenkreise ein. Wahrscheinlich liegt dies auch darin begründet, dass die Anfangsfamilien und selbst heutige Zugänge aus bürgerlichen Strukturen fernab der Arbeiter- und Bauernschicht, also unzufriedene Stadtmenschen waren, die naturnäher (Jugendbewegung dazumals z.B.) leben wollten, nur eben nicht so nah, dass man Bauer wurde..Das kennzeichnet dann auch heutige Bruderhöfe, man hätte ja auch ehemalige LPGs nach der Wende aufkaufen können, um mal Bauer zu werden, wenn vorsorglich wirklich gelebt werden sollte.
      Hinsichtlich zweifelhafter moralischer Entrüstungen und Parteinahmen auf Bruderhofsseite erinnere ich mich an einen Mörder, der im Gefängnis angeblich geläutert wurde (ich zweifle das an, weil eine Einsicht falsch gehandelt zu haben, bedingt totales Eingehen, niemand habe ihn gedrängt so zu werden,,doch die Ausreden waren massiv)...und dessen Todesstrafe sie verhindern wollten, für ihn Partei nahmen usw., er saß auch schon zu lange ein, der Fall hat also auch mit den Verschleppungen in zeitlicher Hinsicht von Vollstreckungen zu tun, wie es diese oftmals in den USA gibt.
      Da heutzutage die meisten im Internet nach Informationen suchen, habe ich mal Bruderhof und Jamal eingegeben, so dass mehrere Seiten zu finden sind, u.a. christianitytoday.com/ct/1995/november13/5td074.html, antimove.blogspot.de/2007/04/m…upporters-in-retreat.html usw. usw...
      Da wurde regelrecht eine Kampagne gestartet. Und ebenso schnell fallen gelassen, auf Erlass der Führung.
      Nun, inwieweit man sich jemals fragte, wie die Hinterbliebenen des Opfers dieses Mörders sich fühlen und ob man Kontakte zu jenen auch knüpfte, wäre interessanter mal nachzuforschen. Davon hörte man nie was von Bruderhofseite. Seine seltsame Konversion zum Friedlichen im Gefängnis in Verbindung mit der Leugnung der Tat(aus Tätersicht verständlich, er will ja die Haft, Todesstrafe verhindern)bis zur Ausrede, er wäre diskriminiertes Opfer weißer Justiz und die internationale Instrumentalisierung dieses Totschlagsarguments, ist für mich nicht glaubhaft. Da passen einige Begleitumstände nicht zusammen, besonders sein Hintergrund.
      Sowieso: die Obrigkeit trägt theologisch das Schwert...und selbst in der Offenbarung wird gerichtet zur ewigen Pein oder dem Heil...also eine deutliche Positionierung gegen Todesstrafe ist nicht in der Bibel zu sehen, kann nur aus dem Zeitgeist herausgelesen werden und ist auch heutzutage schon erzwungene Denkstruktur, wehe jemand äußert sich differenziert..Besonders müsste aber dieses "So sollte es sein. Das wollen wir nicht an Unterdrückung und Todesdrohungen und Qualen!" sich aber auch zeigen, indem man intern mit Leuten eben auch anders umgeht..und nicht totalitär.
      Und jene demokratische und liberale Seite fehlt bei den Bruderhöfern. Es gibt sogar eine kritische Sammelseite: KIT Newsletter usw...Man gebe mal bei google KIT Newsletter und Bruderhof ein und findet diverse kritische Berichte, u.a. diese Seite: culthelp.info/index.php?option…task=view&id=120&Itemid=8
      Wahrscheinlich war dies (naemlich die Parteinahme für einen zwielichtigen Mörder durch die Bruderhöfer) eher ein Projekt der Öffentlichkeitsarbeit, dass man noch da sei...finanziell waren die Bruderhöfer oft klamm, die Althutterer gaben viel Geld, um zu unterstützen. Die Frage ist auch zu stellen, ob bei den Bruderhöfern nicht durch Zugänge, um die man wirbt, gerade durch deren akkumuliertes Kapital, also deren Vermögen, was eingebracht würde bei einem Anschluss, wieder einige Jahre eine finanzielle Reserve besteht, die ansonsten durch eigenes Wirtschaften nicht so gesichert ist...Auf jeden Fall ist jeder Neuzugang ähnlich wie im mittelalterlichen Klosterwesen ein finanzieller Gewinn (es sei denn, er hat wirklich nichts, wird der dann abgelehnt???)..Es gibt also in der Geschichte der Bruderhöfer laufend finanzielle Spritzen...einst waren es die Althutterer, die oft etwas gaben, dann jeder Neuzugang..aber trägt es sich bei all den Schließungen, Verlagerungen und Neugründungen an anderen Orten wirklich selbst langfristig...? Im Übrigen müsste man auch deren interne Verfahrensweise beim Wirtschaften betrachten. Wer macht was und wer gebietet darueber, gibt es Gruppen, die anderen sagen, was sie zu machen haben ..inwieweit gibt es Zwang und inwieweit eine Gruppe, die führt und selbst eher saubere Hände behält..Gibt es wirklich eine Tendenz nach Fähigkeit und freien Willen zu arbeiten, ja auch arbeiten zu dürfen? Wie sichern jene, dass einige sich nicht als billige unbezahlte Arbeitnehmer fühlen oder wird dies, die Bibel missbrauchend, als notwendig angesehen, wenn bestimmte Strukturen bestehen? So ganz frei kann dies nicht sein, weil absolute freie Entscheidung auch langfristig nicht läuft....endlose Diskussionen, wer was macht und wann, stehlen Zeit, die man nicht zurückbekommt..also inwieweit sind die Strukturen doch totalitärer als nach außen vertreten und damit wieder nahe einem normalen Wirtschaftsbetrieb, wo jemand führt, dem es gehört und Anordnungen gibt.....Ichkann mir diese Paradiesbeschreibunegn real nur unter Vortäuschung sonstiger bestehender Strukturen vorstellen....sind 50 Leute zusammen, bilden sich Führung und gib es auch Ausnutzung. Haben Sie Sicherheitselemente eingebaut, damit niemand zu lange führt, wenn jemand führen muss oder bleibt es dann in einem kleinen, nur intern wechselnden Kreis..Wer einmal sein Vermögen abgegeben, kann wohl keinen Anteil wieder mitnehmen, wenn er die Gemeinschaft verlässt..in dem Sinne, ist es auch ein Gefangensein, wenn man erst all das Eigene abgegeben hat....und dann im Laufe der Zeit kritischer Elemente gewahr wird...Kann man dann gehen und wird man dabei auch unterstützt, weil man ja auch von sich viel vorher abgab? Oder wie..?
      Es ist doch immer ein Risiko Fremden alles zu geben, die vorgaukeln, sie wollen eine bessere Welt sich bauen...wenn man nachher keinen Zugriff mehr auf das Gegebene hat oder z.B. es noch gewisse Zeit zurückfordern kann.
      Der neutestamentliche Passus der Gütergemeinschaft, auf den sich Hutterer und sonstige Gütergemeinschaften berufen, bezieht sich auch nur auf eine kleine Gruppe, die Apostel, die zu Anfang alles zusammenlegten, und findet nirgends sonst in den Schriften eine Wiederholung oder wird gefordert, vielmehr eher, weil es anders nicht geht, am Eigentum festzuhalten, aber nicht den Mammon zu lieben und davon den Bedürftigen freigebig zu geben. Jesus zeigt ja in vielen Gleichnissen gerade, dass dort Privateigentum herrschte, er kritisierte nicht diesen Zustand, sondern forderte die richtige Freigabe, was man hat, wenn jemand Not leidet...selbst bei seinen Jüngern ist dies so, so wird Simon ja aufgerufen ihm zu folgen, aber nicht seiner verlassenen Familie den Besitz zu nehmen, um ihm Jesus zu übergeben. Vielmehr geht er und lässt das zu Hause, was ihm gehört. Die Familie bräuchte also nur einen neuen Fischer, der sie versorgt, war aber nicht besitzlos (über die moralische Seite dieses Verlassens mal hier nicht).
      Man könnte natürlich ableiten, die perfekte Freigabe sei die ganze Hingabe des Besitzes zu einer Gesamtgruppe, nur fordert Jesus dies nicht von der Gesellschaft, in einem Gleichnis spricht er dies allerdings an, wieweit der Reiche gehen würde....Übrigens wird dies urchristlich auch geschichtlich nicht bewiesen, denn sollten alle Konversionen zum Christentum Gütergemeinschaftszwang unterlegen gewesen sein, so wäre dies ja vermerkt worden und hätte im Übrigen die spätere Christenverfolgung erleichtert.

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